Freitag, 30.07.2010
suche
 
 
 
Auf der „Electric Avenue“ aus der Krise
 
Die Elektro-Neuheiten und –Weiterentwicklungen der Detroit Motor Show 2010
 
Mit Elektroneuheiten und PS-Boliden versuchen die Autohersteller, bei der Detroit Motor Show 2010 aus der Strukturkrise zu kommen
 
2010-01-25, gillout.com, Yves Ostrowski
Naias Audi
 
Fotos: © Naias
 
Die US-Autoindustrie ist in der Krise – doch wirklich gelernt hat sie scheinbar nicht. Auf der Detroit Motor Show 2010 (offiziell: NAIAS – North American International Auto Show), vom 11. bis 24. Januar 2010, finden sich viele PS-Boliden. Immerhin wird mit der „Electric Avenue“ versucht, den Elektroantrieb ins Rampenlicht zu rücken.

Dort stehen mit einem Elektro-Smart und dem Mitsubishi i-MiEV jedoch vor allem alte Bekannte. Ein Stockwerk höher wird man indes eher fündig. Hier wird der EVII Wave präsentiert, ein Zweisitzer in futuristischem Design, mit 300 Kilometern Reichweite und einer Höchstgeschwindigkeit von 130 KM/H. Nicht weniger interessant ist der ZAP („Zero Air Pollution“), ein Dreisitzer mit nur einem, dafür sehr breiten Reifen, hinten. Auch mit ihm ist in der Spitze 130 KM/H möglich, die Reichweite ist auf 160 Kilometer begrenzt. 24.000 Euro muss man für den Kalifornier hinblättern. Nicht weit davon entfernt steht der EV+, ein E-Siebensitzer aus Taiwan.

Ein alter Bekannter ist bei Mitsubishi zu finden, nun allerdings mit der Kraft der zwei Antriebe: Der Eclipe Concept-E, in dem ein 204 PS starker Elektromotor einen 3,8-Liter Ottomotor mit 272 PS unterstützt und durch sein hohes Drehmoment für Vortrieb sorgen soll. Ebenfalls ein Hybrid ist der durchaus seriennahe Honda CR-Z, der stark an den ehemaligen CR-X erinnert und 124 PS auf die Straße bringt. Weiter von der Massenproduktion entfernt ist die Studie TF-CH von Toyota. Mit dem 3,90 Meter langen Kompaktwagen wollen die Japaner Märkte unterhalb des Prius erobern.
esmartxj4o3063.jpg
hondaxj4o1863.jpg
toyotaxj4o1594.jpg
start.jpg
Ein deutscher Beitrag kommt von Audi: Der schon auf der IAA 2009 vorgestellte e-tron erscheint nun realitätsnäher, ist aber auch deutlich geschrumpft. Zwei statt vier Elektromotoren, 204 statt 313 PS und 3,93 Meter Länge anstelle von 4,26. Trotzdem beschleunigt der Ingolstädter von null auf einhundert KM/H in sportlichen 5,9 Sekunden und macht erst bei Tempo 200 schlapp. Danach geht es für den Hecktriebler elf Stunden an die Steckdose, im regulären Fahrbetrieb beträgt die Reichweite 250 Kilometer.

Aus Schweden kommt währenddessen die zweite Generation des elektrisch angetriebenen C30, der in Kürze zu Testzwecken in einer Kleinserie von 50 Fahrzeugen produziert wird. 150 Kilometer Reichweite, 130 KM/H in der Spitze und eine Beschleunigung von 10,5 Sekunden auf einhundert KM/H sind dafür akzeptabel.

Alles in allem zeigt sich jedoch, dass Elektroautos nur einen Fokus darstellen – nach wie vor zählen auch PS-Boliden und schwere SUVs zu den Exponaten der Autoproduzenten auf der Detroit Auto Show. Vor allem japanische und deutsche Hersteller wollen dabei mit innovativen Antriebskonzepten von der schwächelnden US-Industrie profitieren.

 
Videos:
 
 
weitere Artikel aus dieser Kategorie
 
zurück
 
 
 
Artikel per Mail versenden
 
Social Bookmarking
GILLOUT.COM -  Webnews GILLOUT.COM -  Oneview GILLOUT.COM -  Linkarena GILLOUT.COM -  Newsider GILLOUT.COM -  Readster GILLOUT.COM -  Folkd GILLOUT.COM -  Yigg GILLOUT.COM -  Digg GILLOUT.COM -  Del.icio.us GILLOUT.COM -  Reddit GILLOUT.COM -  StumbleUpon GILLOUT.COM -  Yahoo GILLOUT.COM -  Google GILLOUT.COM -  Technorati GILLOUT.COM -  Newsvine
 

 
AGB     IMPRESSUM     KONTAKT