Doch kein Klimaretter?
2009-12-19, gillout.com, Yves Ostrowski

Fotos: © pfly
Biokraftstoff als Klimaretter, so lautet die breit vertretende Devise und Legitimation für den Anbau von Raps, Zuckerrohr und Co. US-amerikanische Forscher sehen das jedoch skeptisch und fordern im Rahmen des gerade erst gescheiterten Klimagipfels in Kopenhagen, von diesem Leitgedanken Abstand zu nehmen. Der Grund: Der zunehmende Anbau von Biokraftstoff schade der Erdatmosphäre massiv mit Treibhausgasen.
Die Forscher rechnen damit, dass aufgrund des steigenden Energiebedarfs noch vor der Jahrhundertwende mehr Pflanzen zum Zwecke der Gewinnung von Biokraftstoff als zur Nutzung als Lebensmittel angebaut werden. Abgesehen von Nahrungsmittelknappheit sind es indirekte Folgen, welche oftmals nicht bedacht werden. So brauchen Energiepflanzen Anbauflächen, welche wiederum erst durch die Rodung von Wäldern oder die Vernichtung der Anbauflächen von Lebensmittelpflanzen nutzbar werden. Erstgenannter Aspekt gilt analog für verdrängte Nahrungsmittelpflanzen. Dabei gelangt doppelt so viel CO2 in die Atmosphäre wie wenn die Energiepflanzen nur angebaut werden. Zugleich verschwinden die Wälder als grüne Lungen.
Problematisch ist in dem Zusammenhang, dass diese indirekten Folgen nur schwer quantifizierbar sind, da zu viele Einflussfaktoren - die Verdrängung anderer Pflanzen, der Anbau verdrängter Pflanzen an ungünstigeren Standorten, die Rodung der Wälder, der CO2-Ausstoß bei der Veredlung von Energiepflanzen, usw. – berücksichtigt werden müssen.
Trotzdem wird Biokraftstoff weltweit weiterhin gefördert - ein Umdenken ist erforderlich. „Der Fehler ist zwar gravierend, aber korrigierbar“, betont Timothy Searchinger von der Universität Princeton. Wie schwer ein kollektives Umdenken im Moment allerdings ist, das beweist das drastische Scheitern des Klimagipfels.
Die Forscher rechnen damit, dass aufgrund des steigenden Energiebedarfs noch vor der Jahrhundertwende mehr Pflanzen zum Zwecke der Gewinnung von Biokraftstoff als zur Nutzung als Lebensmittel angebaut werden. Abgesehen von Nahrungsmittelknappheit sind es indirekte Folgen, welche oftmals nicht bedacht werden. So brauchen Energiepflanzen Anbauflächen, welche wiederum erst durch die Rodung von Wäldern oder die Vernichtung der Anbauflächen von Lebensmittelpflanzen nutzbar werden. Erstgenannter Aspekt gilt analog für verdrängte Nahrungsmittelpflanzen. Dabei gelangt doppelt so viel CO2 in die Atmosphäre wie wenn die Energiepflanzen nur angebaut werden. Zugleich verschwinden die Wälder als grüne Lungen.
Problematisch ist in dem Zusammenhang, dass diese indirekten Folgen nur schwer quantifizierbar sind, da zu viele Einflussfaktoren - die Verdrängung anderer Pflanzen, der Anbau verdrängter Pflanzen an ungünstigeren Standorten, die Rodung der Wälder, der CO2-Ausstoß bei der Veredlung von Energiepflanzen, usw. – berücksichtigt werden müssen.
Trotzdem wird Biokraftstoff weltweit weiterhin gefördert - ein Umdenken ist erforderlich. „Der Fehler ist zwar gravierend, aber korrigierbar“, betont Timothy Searchinger von der Universität Princeton. Wie schwer ein kollektives Umdenken im Moment allerdings ist, das beweist das drastische Scheitern des Klimagipfels.
