
Der Hybrid-Flitzer "Vision Efficient Dynamics" von BMW, der Elektro-Flügeltürer SLS von Mercedes und nun der e-tron von Audi: Alle drei deutschen Premiumhersteller setzen im Rahmen der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2009 in Frankfurt auf umweltfreundliche Supersportwagen.
4,26 Meter lang und 1,23 Meter flach - allein die Optik des e-tron ist viel versprechend. Sobald jedoch die Leistungsdaten ins Spiel kommen, schlagen die Herzen passionierter Schnellfahrer höher: 313 PS aus vier Elektromotoren, schier unglaubliche 4.500 Nm Drehmoment und eine Beschleunigung von 4,8 Sekunden auf Tempo einhundert. Auch der Akku bewegt sich im Bereich der Superlative: 470 Kilogramm wiegt die Lithium-Ionen-Batterie. Lediglich die Höchstgeschwindigkeit vermag die Rennfreuden etwas zu drüben, bei 200 km/h wird nämlich abgeriegelt. Das liegt vermutlich an der der an sich üppigen Reichweite von 248 Kilometern, die bei mehr Speed wohl drastisch abnehmen würde.
Ist der Akku einmal leer gefahren, steht die volle Leistung nach sechs bis acht Stunden an der heimischen Steckdose wieder zur Verfügung. Wer über eine Starkstromsteckdose verfügt, muss nur zweieinhalb Stunden warten. Um die Nutzung des Akkus zu optimieren, verzichteten die Ingolstädter Ingenieure als Novum auf die Zuheizer, sondern garantieren mittels einer Wärmepumpe, dass die Abwärme der Elektromotoren Passagiere auch im Winter nicht frieren lässt. Fast schon Standard im Automobilbau ist indes die auch im e-tron vorhandene Bremskraftrückgewinnung.
Audi konzentriert sich jedoch nicht allein auf unerschwingliche Öko-Sportwagen: Auf der IAA zeigt die VW-Tochter die A4-Serie als TFSI Flexible fuel, welche mit Bioethanol E85 fahren kann. Ferner kann mit dem A3 bald ein 1.2-Liter-TSFI geordert werden, der trotz 105 PS nur 5,5 Liter Super verbraucht. Die Deutschen befinden sich der Umwelt zu liebe also auf dem richtigen Weg. Man darf daher gespannt sein, ob Audi gemäß dem Firmennamen auch in Zukunft in Sachen Nachhaltigkeit aufhorchen lasst.
