
Die Legende lebt wieder: Als Hommage an den 300 SL-Flügertürer aus den 50er Jahren wird der Mercedes SLS auf der Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) im September in Frankfurt seine Premiere feiern. Und kaum ist er auf dem Markt, schon meldet sich Haustuner AMG zu Wort.
392 KW (533 PS), 880 NM, von null auf einhundert km/h in knapp vier Sekunden: Die nackten Zahlen allein können bereits beeindrucken. Wirklich aufhorchen lässt allerdings erst die Energiequelle des Deutschen: Vier Elektromotoren, an jedem Rad einer, sorgen für den brachialen Vortrieb, welcher sich mit der Benzinvariante - ein 6,3-Liter-V8-Aggregat mit 571 PS und "nur" 650 NM - durchaus messen lassen kann. Lediglich hinsichtlich der Höchstgeschwindigkeit, welche bei 200 km/h liegt, und der Reichweite von 150 Kilometern muss der Öko-SLS seinem Bruder mit dem herkömmlichen Antrieb den Vortritt lassen. Diesem geht erst bei 315 km/h die Puste aus.
Die 400-Volt-Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie wird im Fahrbetrieb durch Bremskraftrückgewinnung aufgeladen und liefert den Saft für die vier E-Motoren, welche ihrerseits durch einen intelligenten Allradantrieb die Räder jeweils gezielt beschleunigen. Zusammen mit zwei Getrieben wurden die Motoren sowie die Batterie weit unten im Fahrzeug verbaut. Das Ergebnis ist eine optimale Gewichtsverteilung dank eines tiefen Schwerpunkts.
Ab 2015 will Mercedes-Benz mit dem SLS AMG eDrive einem der größten Konkurrenten im Segment rein elektrisch angetriebener Sportwagen Beine machen - dem Tesla Roadster. Über den Preis des Elektro-Flügeltürers ist noch nichts bekannt, doch er dürfte darin seinem "Benzinbruder" um nichts nachstehen - und der steht mit bis zu 200.000 Euro zu Buche.
