Freitag, 30.07.2010
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Grüne Logistik
 
DHL gegen CO2
 
Mit dem Klimaschutzprogramm GoGreen möchte der Logistiker seine CO2-Bilanz verbessern – keine einfache Aufgabe für ein Unternehmen, das vom Transport lebt
 
2010-03-03, gillout.com, Caroline Mempör
DHL go green
 
Fotos: © DHL
 

Mit klimafreundlichen Autos und Flugzeugen, Energie sparenden Mitarbeitern und pro Brief gepflanzten Bäumen will DHL ein Vorreiter für Klimaschutz werden. Seit fast 2 Jahren gibt es GoGreen bei der Deutschen Post DHL, und die Ziele sind teilweise hoch gesteckt. Bis 2012 will das Unternehmen, nach eigenen Angaben der größte Logistiker der Welt, seine CO2-Ausstöße um 10 Prozent verringern.

Schaffen will DHL das unter anderem mit einer Umstellung der gesamten Verkehrsmittel, das heißt: Man will neuere Flugzeuge mit niedrigerem Treibstoffverbrauch ankaufen und die jetzigen Transporter nach und nach durch Hybridfahrzeuge ersetzen. Die CO2-Effizienz des gesamten Unternehmens hängt aber nicht nur vom eigenen Verbrauch, sondern auch von dem der Zulieferer ab. In die Rechnung ist deshalb zum Beispiel auch der angekaufte Strom miteinbezogen.

Den größten Posten im Lieferantenbereich machen aber jene Emissionen aus, die bei Subunternehmen entstehen, an die DHL Aufträge vergibt. Hier erweist sich schon eine genaue Berechnung des Ist-Zustandes als schwierig, da Daten von diesen Unternehmen nicht vorliegen. Mit „Berechnungen und einigen Annahmen“, so steht es auf der Website, versucht man ein Vergleichsniveau zu erhalten. Laut DHL hat sich bisher gezeigt, dass die Zahlen mit den Jahren verlässlicher werden. Die Kurve der CO2-Emissionen ist mittlerweile schon leicht nach unten gegangen.

Ein Brief oder ein Paket können aber eben nicht ganz emissionsfrei um die Welt gebracht werden. Neben CO2-Einsparungen bei den eigenen Aktivitäten startete DHL daher den Versuch, unvermeidbare Emissionen wenigstens auszugleichen: Mit der Option „GoGreen auf verschiedene Produkte. Wählt der Kunde sie bei einem Produkt, zum Beispiel dem Versand eines Briefes, dann investiert DHL in Projekte, die die durch den Transport entstandenen CO2-Emissionen ausgleichen. Dazu gehören etwa Windparks, ein Wasserkraftwerk in Brasilien oder ein Biomasseprojekt. Als Messlatte dienen unter anderem die Anforderungen des Kyoto Protokolls und der Greenhouse Gas Protocol Initiative.

Auch das Potential der Mitarbeiter wird bedacht: Immerhin gehört DHL mit um die 500.000 Beschäftigten zu den 10 größten Arbeitgebern der Welt. Fahrer werden in Kursen für effizientes Fahren geschult, die Mitarbeiter bekommen Tips für das Energiesparen zu Hause und am Arbeitsplatz. 2009 gab es außerdem einen Ideenwettbewerb, bei dem die Angestellten Projekte und Maßnahmen für das Klimaschutzprogramm vorschlagen konnten. Rund 11.000 Ideen gab es laut DHL; gute Vorschläge werden lokal getestet und bei Erfolg landesweit – in Deutschland – umgesetzt.

 
 
 
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