
Entwickelt wurden die stylischen und edlen "Öko Pumps" von Sergio Rossi, einem Designer aus der Riege rund um den Gucci-Konzern. Interessant auch der Kooperationspartner: Das Frauenhoferinstitut.
Die Absätze bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen. Allerdings ist schnödes Holz natürlich nicht exklusiv genug für eine Marke wie Gucci: Deshalb sind die Absäzte des neuen Lieblings der Frauen aus flüssigem Holz! Dieses spezielle Material wurde vom Frauenhofer Partnerinstitut Tecnaco entwickelt und ARBOFORM® getauft. Wer jetzt "bei flüssigem Absatz" an Glasplateuschuhe mit integriertem Goldfisch und Discostyle denkt, liegt allerdings falsch.
Bei der Papierherstellung trennt die Zellstoffindustrie Holz in seine drei Hauptbestandteile – Lignin, Zellulose und Hemizellulose“, erklärt Emilia Regina Inone-Kauffmann von Fraunhofer. “Das Lignin wird zur Papierherstellung jedoch nicht gebraucht. Unsere Kollegen vermengen das Lignin mit feinen Naturfasern aus Holz, Hanf oder Flachs und natürlichen Zusätzen wie Wachs. Daraus stellen sie Kunststoffgranulat her, das schmelzbar ist und spritzgegossen werden kann.“
Autoteile, Krippenfiguren, Lautsprecherboxen und Urnen beispielsweise gibt es aus dem Bio-Kunststoff bereits. “Für den Schuh mussten wir das Material technisch anpassen, damit der Absatz der Belastung standhält“, sagt Jürgen Pfitzer, Tecnaro-Geschäftsführer. “Das haben wir über eine leichte Änderung der Rezeptur erreicht.
Die Sergio Rossi/ Gucci Spezial Pumps wurden übrigens als Gimmik zum Film “Home“ auf den Markt gebracht. Also Ladys, sind wir uns ehrlich: Eine Frau kann doch nie genug Schuhe haben, oder? Außerdem kann der Kauf als Umweltschutzmaßnahme verbucht werden. Mehr Rechtfertigung ist wohl gegenüber keinem Ehemann oder Freund notwendig.
