Freitag, 30.07.2010
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Kaffee mit gutem Gewissen
 
Immer mehr große Unternehmen nutzen die Qualität des UTZ-Siegels
 
„UTZ certified“ steht seit 13 Jahren für Nachhaltigkeit, nicht nur bei Kaffee
 
2010-02-22, gillout.com, Caroline Mempör
UTC zertifizierter Kaffee
 
Fotos: © flickr/ajawin
 

Ein wahrer Dschungel an Gütesiegeln ist in den letzten Jahren aus dem fruchtbaren Boden der grünen Lifestyle-Bewegung geschossen – nicht alle davon waren auch mit der nötigen Vertrauenswürdigkeit ausgestattet. Erst kürzlich gerieten große Textilunternehmen wie H&M oder C&A wegen Problemen mit ihren Bio-Baumwoll-Siegeln in die Schlagzeilen.
Im Lebensmittelbereich erregen von den Herstellern selbst erfundene Gütesiegel immer wieder Aufsehen.

Seit 1997 gibt es jedoch „UTZ Certified“, angefangen hat es mit einem Siegel für Kaffee. Die „Ahold Coffee Company“, ein niederländischer Kaffeeröster, und Kaffeefarmer aus Guatemala gründeten „Utz Kapeh“, wie das Siegel 10 Jahre lang hieß. Das bedeute „guter Kaffee“ in einer Maya-Sprache, steht auf der Website zu lesen. Sie wollten ein Gütesiegel kreieren, das unabhängig von den Herstellern und den Käufern der Rohstoffe verliehen wird.

Erst 2007 wurde die heutige Bezeichnung eingeführt. Mittlerweile können sich auch Kakao-, Tee- oder Palmöl-Hersteller um das Siegel bewerben. Heute arbeiten 77.000 Menschen in Produktionen mit dem UTZ-Siegel. Viele große Unternehmen vertreiben die Produkte in insgesamt 46 Ländern – oft auch im Rahmen ihrer CSR-Aktivitäten. So schenken zum Beispiel IKEA-Filialen von den USA über China bis hin zu Europa „UTZ Certified“-Kaffee aus. Der Schokoriegel Mars beinhaltet „UTZ Certified“-Kakao.

Der Vorteil für diese Unternehmen ist klar: Nachhaltigkeit steht mittlerweile auf der Agenda vieler großer Marken; UTZ Certified stellt den Kontakt zu den entsprechenden Produzenten her und bietet die Möglichkeit, Einblick in die Herstellungsprozesse zu erhalten. Träger des Siegels müssen den „Code of Conduct“ von UTZ Certified einhalten, der auf soziale und Umweltaspekte der Produktion Rücksicht nimmt. Außerdem wird Wert auf eine effiziente Führung der Farmen gelegt und Unterstützung beim Erreichen dieser Ziele angeboten.

Die meisten der 329 zertifizierten Hersteller befinden sich in südamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Ländern. Spitzenreiter ist dabei Brasilien, wo die meisten Gütesiegelträger beheimatet sind. Insgesamt sind es 21 Länder, in den UTZ-zertifizierte Produkte hergestellt werden.

Auch die Einkäufer der zertifizierten Waren werden von UTZ registriert. Dabei sind nicht nur Firmen, die das Produkt direkt verkaufen, sondern zum Beispiel auch einige Kaffeeröster, die ihrerseits die Produkte wieder an größere Unternehmen weitergeben. Darunter sind Firmen auf allen fünf Kontinenten, hauptsächlich aber in vielen europäischen Ländern, in Kanada und den USA.

 
 
 
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