
Es tut sich viel bei Peugeot! So zeigten die Franzosen auf der aktuellen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt, was sie unter nachhaltiger Fortbewegung verstehen und konnten gleiche eine prominente Besucherin gewinnen.
Niemand geringeres als die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel stattete der Löwenmarke in Halle 8 einen Besuch ab und informierte sich über die Elektroautos "BB1" und "iOn". Symbolisch überreichte ihr der Peugeot-Markenvorstand und -Generaldirektor Jean-Marc Gales eine elektrische Pfeffermühle, welche den Aufbruch in das elektromobile Zeitalter symbolisieren soll.
Wesentlich mehr Aufmerksamkeit als die ebenfalls vom Konzern hergestellten Pfeffermühlen zog aber der BB1 auf sich: Der nur 2,50 Meter lange Viersitzer verfügt über 20 PS aus zwei Elektro-Motoren, welche jeweils direkt an den Achsen angebracht sind und so für viel Platz im Innenraum (immerhin 855 Liter Kofferraumvolumen bei umgeklappter Rückbank) sorgen.
Vier Aggregate, an jedem Rad eines, hätten zwar für mehr Leistung gesorgt, aber gleichzeitig das Gewicht von 600 Kilogramm erhöht und den Wendekreis von nur 3,50 Metern wohl stark vergrößert. Die Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen eine Reichweite von 120 Kilometern. Der Fahrer lenkt indes wie auf einem Moped mit einer Lenkstange. Moderne Solarzellen auf dem Dach sorgen für einen zusätzlichen Energieschub des Stadtflitzers. Wann die Studie in Serie geht, ist noch unklar.
Wer bis dahin umweltfreundlich Peugeot fahren will, kann auf die Dieselmodelle zurückgreifen. So hat der 207 in der 1,6-Liter-Variante den Namenszusatz "99g" bekommen – er stößt lediglich 99 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer aus. Darüber hinaus sollen ab 2011 die ersten Dieselhybridmotoren die Modellreihen ergänzen.
