Freitag, 30.07.2010
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Kopenhagen: Der Gipfel der Mode
 
Der Gillout-Rückblick zeigt, was Mode mit Klimaschutz zu tun haben kann
 
Beim Copenhagen Fashion Summit traf sich die Modeindustrie und diskutierte über ihren Beitrag zu einer besseren Umwelt.
 
2010-01-17, gillout.com, Sonja Wöhrenschimmel
Kopenhagen
 
Fotos: © Nordic Fashion Association
 

Dezember 2009. Während es am Weltklimagipfel in Kopenhagen heiß herging, sich Staats- und Regierungschefs zu einer zukunftsfähigen Strategie gegen den Klimawandel durchringen wollten, hat sich auch die Modeindustrie Mitte Dezember zum Copenhagen Fashion Summit zusammengefunden. Mit gutem Grund, gilt es doch gerade in der Textilindustrie viele Bereiche sozial und ökologisch bewusster zu gestalten.

Während der Klimagipfel mit einem enttäuschenden Ergebnis zu Ende ging, war  beim Fashion Summit Engagement angesagt - und der Wille zur Veränderung. Als erstes wurde NICE (The Nordic Initiative Clean and Ethical) aus der Taufe gehoben. Die fünf nordischen Länder Europas stehen hinter der Initiative. Es ist geplant in einem 10-Jahres-Plan Firmen und Designern Hilfestellung beim Umstellen ihrer Modeproduktion in Richtung Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung zu bieten. Start: 2010.

Firmen seien keine Philantrophen, so Eva Kruse, CEO des Danish Fashion Institute und Mitorganisatorin der Veranstaltung. Firmen wollen wirtschaften, doch wer sich klar zu einer sozialen Firmenpolitik bekennt, wo Mensch und Natur der nötige Respekt zukommt, wird auch mit wirtschaftlichem Erfolg belohnt. Kunden fragen nach hochwertigen Produkten aus ordentlich geführten Produktionen - was wiederum einen wirtschaftlicher Vorteil bedeutet.

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Beim Copenhagen Fashion Summit wurde auch über die Millionen von Menschen gesprochen worden, die unsere Kleidung produzieren.
Menschen, die sich ihren Lebensunterhalt trotz 12-Stunden- Arbeitstagen nicht finanzieren können- geschweige denn, davon ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Wenn man weiß, dass so genannte Musthaves wie Taschen von Prada in Billiglohnländern wie Indien produziert werden,  klingt es schon etwas schönfärberisch, wenn Laurent Claquin von der PPR Group, der hinter Firmen wie Stella Mc Cartney, Gucci oder YSL steht, meint, dass die Menschen, die Luxus kaufen, neben hochwertigem Design auch beste Produktionsbedingungen mit kaufen wollen.

Es ist ein wichtiger Schritt getan, wenn sich eine der größten Umweltbelasterinnen der Erde, die Modeindustrie, endlich dazu entschließt, gemeinsam neue Werte aktiv umzusetzen. Sozial und ökologisch handeln als Garant für wirtschaftlichen Erfolg.  Und dazu mündige Konsument/Innen, die diesen Einsatz mit ihrem Kauf belohnen. Wie attraktiv und reizvoll grüne Mode ist, zeigte eine beeindruckende Modenschau zu diesem Anlass auf sehr anschauliche Weise.
 
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