
Wasserdampf statt Auspuffabgase – noch eine Wunschvorstellung in Smog-belasteten Städten, doch vielleicht gibt es Wasserstoffmotoren bald in der Serienreife.
Ein sehr prominentes Beispiel für die Seriennähe ist der BMW Hydrogen 7, auch wenn die Weiterentwicklung von BMW aktuell auf Eis liegt. In ihm arbeitet ein Wasserstoffverbrennungsmotor, welcher an sich wie ein Benzinaggregat funktioniert. Was ihn von diesem jedoch unterscheidet, ist, dass er mit Wasserstoff durch einen Kolbenrotationszylinder betrieben wird.
Das Prinzip ist noch hinreichend aus dem Chemieunterricht bekannt: Die Knallgasreaktion liefert die Grundlage des Wasserstoffverbrennungsmotors. Damit verfügt er über einen fast doppelt so hohen Wirkungsgrad wie ein Benziner, wenngleich seine Leistung niedriger ist als bei einem vergleichbaren Benziner. Schuld daran ist der geringere Energiegehalt des Wasserstoffs. Ein weiterer Nachteil ist, dass Wasserstoff den Motor nur sehr schlecht schmiert. Dem gegenüber stehen schlagende Argumente der Umweltfreundlichkeit und der einfachen Herstellung von Wasserstoff. Zudem ist es sicherer als Benzin, sofern es richtig gehandhabt wird.
Nicht zu verwechseln sind Wasserstoffverbrennungsmotoren mit Brennstoffzellenfahrzeugen. Bei dieser Antriebsvariante wird aus Wasserstoff oder Methanol elektrische Energie zum Forttrieb gewonnen. Hier ist die Serienreife jedoch keine Zukunftsmusik mehr, denn seit Juni 2008 ist der Honda FCX das erste serienmäßig produzierte Fahrzeug mit Brennstoffzelle. Ferner rollen schon jetzt 37 Mercedes FuellCell Busse durch die Straßen neun europäischer Metropolen, darunter auch Hamburg, Stuttgart sowie Luxemburg, und sorgen dort für weniger CO2.
