
Es klingt wie eine Geschichte aus dem Kaninchenbau: ein gebräuchlicher Tisch, der atmet und für ein angenehmes Raumklima sorgt – und das fast ohne menschliches Zutun. Dahinter steht jedoch ein überraschend simples Konzept mit amerikanisch-japanischen Wurzeln. "Low Table" heißt das Wunderstück, das mit einer speziellen Pflanze begrünt wird und so CO2 reduziert und frischen Sauerstoff in den eigenen vier Wänden produziert.
Die aufstrebende Designerin Ming-Ling Wang zeigt mit ihrem außergewöhnlichen Projekt, wie stilsicher die Natur in den eigenen Wohnbereich integrieren werden kann. Im Gespräch mit gillout.com berichtet die engagierte Umweltschützerin aus San Francisco, dass sie sich zu ihrer Idee von der Arbeit von Kobayashi Kenji, einem anerkannten Experten für Bonsaizucht, inspirieren ließ. Ming-Ling befasste sich über Monate intensiv mit Botanik und fand schließlich ein genügsames, aber zähes Gewächs: eine spezielle Gattung der Tillandsie. In Asien wird die Pflanze aufgrund ihrer Fähigkeit, extrem viel Sauerstoff zu produzieren, auch schlichtweg als "Air Plant" bezeichnet.
Tillandsien sind äußerst genügsam, benötigen keine Erde und kommen ohne regelmäßiges Gießen aus. Die Blätter beziehen die benötigte Feuchtigkeit einfach aus der Luft. Es reicht daher aus, die Pflanzen alle zwei Wochen mit etwas Wasser und einer Nährlösung zu besprühen. Da die Tillandsie sehr langsam wächst, muss sie nur einmal pro Jahr gekürzt werden.
Ming-Ling kombiniert dieses Kleinod der Natur mit dem schlichten und reduzierten Design eines eigens kreierten Wohnzimmertisches. Eine kleine Vertiefung genügt bereits, und die Pflanzen können darauf Fuß fassen.Besonders in den Nachtstunden produziert der Einrichtungsgegenstand genug Sauerstoff, um auf die künstliche Belüftung von Wohnungen verzichten zu können. Da noch nicht genügend Investoren vorhanden sind, wird es bis zur Produktion des Möbelstückes noch eine Weile dauern. "Ist der Low Table jedoch erhältlich, so belohnt er uns zusätzlich jedes Jahr mit wunderschönen, kleinen Blüten", verspricht Ming-Ling Wang. Und natürlich mit einem einzigartigen, natürlichen Anblick sowie einem guten Gewissen.
