
Geht es nach dem Großteil der Deutschen und Österreicher, ist Fleisch vom täglichen Speisezettel nicht wegzudenken. Speziell Schwein rangiert mit knapp zwei Dritteln ganz oben auf der Beliebtheitskala. Dass dieses im Gegensatz zu anderen Sorten wie Geflügel sehr viel Fett besitzt, scheint den Mesiten dabei nicht viel auszumachen. So enthält Schweinefleisch je nach Stück durchschnittlich in etwa vier Mal mehr Fett als Geflügel, was sich in einem weitaus höheren Kaloriengehalt niederschlägt.
Um ein Vielfaches gesünder könnte man sich mit Straußen-Fleisch ernähren, hat es doch einen bemerkenswert niedrigen Fettanteil von etwas über 1 % und ist somit auch sehr cholesterinarm. Zudem besitzt es einen hohen Anteil an ungesättigten Fetten und Eiweiß, was das Fleisch vor allem auch für Sportler mit einem generell höheren Eiweißbedarf bei der Ernäherung interessant macht. Leider ist dieses in unseren Breitengraden jedoch noch eher unbekannt und dementsprechend auch relativ schwer zu besorgen und daher auch teurer. Die Suche nach Straußenfleisch lohnt sich aber auf jeden Fall.
Neben den gesundheitlichen Vorteilen weißt Straußenfleisch im Vergleich zu Rind und Schwein nämlich auch eine wesentlich bessere CO2-Bilanz auf.
Vom Geschmack her erinnert Straußenfleisch an Rind, ein wenig an Ente und auch an Pute. Es ist dunkler als Rindfleisch, jedoch viel zarter. Der Strauß ist der größte flugunfähige Vogel und wird bis zu 2,5 m hoch sowie 135 kg schwer. Im Alter von etwa 14 Monaten werden die Vögel geschlachtet, wobei immer mehr von dessen Fleisch aus Zuchtbetrieben kommt und nicht wie früher aus Südafrika importiert wird. Bio-Betrieben spielen hier leider eine verschwindend geringe Rolle, sind sie auf der Landkarte noch so gut wie nicht zu finden. Den Gesundheitsaspekt kann das jedoch nicht schmälern.
