
Aktuell gibt es aufgrund der steckenden Gaspedale, die auch den Toyota Prius betreffen, nur wenig positive Schlagzeilen über Toyota. Zumindest hat Toyota nun als erster Hersteller down under, im australischen Altona, eine Produktionsstätte für den Camry in Betrieb genommen. 10.000 Hybridlimousinen wollen die Japaner dort produzieren, nachdem bereits 2,2 Millionen Hybrid-Toyotas die Werke weltweit verlassen und dafür gesorgt haben, dass sich die Fertigungskosten allmählich auf dem Niveau von Fahrzeugen mit konventionelle Antrieben eingependelt haben.
Selbst der australische Premierminister Kevin Rudd will es sich nicht nehmen lassen, im Februar persönlich beim Produktionsstart im Bundesstart Victoria, in der Nähe von Melbourne, dabei zu sein. Insgesamt können dort 150.000 Autos zusammengebaut werden; 4.500 Mitarbeiter der 1959 gegründeten Toyota-Tochtergesellschaft TMCA (Toyota Motor Corporation Australia Limited) werden mit dem Aurion sowie mit dem Camry ihre Brötchen verdienen.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Camry in seiner aktuellen Variante eher unbekannt - hierzulande vertreibt Toyota ausschließlich den Prius als Hybridfahrzeug. Dabei kann auch der Hybrid-Camry als 4,80 Meter lange Limousine durch seinen geringen Verbrauch von nur 6,9 Litern Super auf einhundert Kilometern überzeugen. Nicht zuletzt deswegen zählt er zu den meistverkauften Hybridfahrzeugen in den USA. Die Kraft der zwei Antriebe sorgt für zusammen 187 PS, davon 147 PS durch das Verbrennungsaggregat. Kein Wunder, dass 2008 46.272 Camry den Weg zu ihren Besitzern fanden, diese mussten jedoch mindestens $31.680 dafür übrig haben.
Es bleibt abzuwarten, wie Toyota den Imageschaden der durch die steckenden Gaspedale verursacht wurde verkraftet und ob der Camry sich auch im Land der Kängurus und Koalas durchsetzen kann. Einen Fan hat er jedoch bereits: Kevin Rudd durfte auch die erste Testfahrt zur Markteinführung vornehmen – und zeigte sich begeistert.
