
Eine kleine, wenngleich nachhaltige Mogelpackung verspricht Nissan ab 2011 für den deutschsprachigen Raum. Das Elektroauto LEAF wird es schon zu Preisen von unter 20.000 Euro geben. Der Haken an der Sache: Der teuerste Teil des Fahrzeugs, die Batterie, ist nicht inklusive, sondern muss zusätzlich geleast werden.
Die soll jedoch nicht mehr als 70 Euro pro Jahr kosten, Subventionen großer Energiekonzerne sei Dank. Nach 30 Minuten an öffentlichen Schnellladestationen ist die Lithium-Ionen-Batterie wieder zu 80 Prozent einsatzfähig, an der heimischen Steckdose dauert das Aufladen jedoch bis zu acht Stunden. Nach einer Nacht an der Energiequelle sind 160 Kilometer Reichweite mit dem 4,44 Meter langen Fünfsitzer der Golf-Klasse möglich. Die Leistung beträgt 109 PS, was eine Höchstgeschwindigkeit von fast 150 km/h und ein maximales Drehmoment von 280 Nm ermöglicht. Der Sprint auf einhundert km/h soll in zehn Sekunden gelingen.
Durch die im Boden eingebaute Batterie ergibt sich zudem ein tiefer Schwerpunkt, der für ein optimales Fahrverhalten in Kurven sorgt. Kleine technische Schmankerl wie Timer-Funktionen für die Batterieladung, Klimaanlage und Heizung sowie deren Steuerung vom heimischen Computer oder per Handy runden das Fahrerlebnis ab.
Ganz selbstbewusst hat Nissan mit dem LEAF Großes vor. 2010 feiert der Elektro-Flitzer in den USA, Japan und ausgewählten Testregionen in Europa Premiere, Ende 2011 sollen weltweit bereits 230.000 Exemplare an den Mann und an die Frau gebracht worden sein. Dabei wird das globale Marktvolumen für Elektrofahrzeuge auf zehn Prozent eingeschätzt. Inwieweit Nissan mit seinen Prognosen dabei richtig liegt, bleibt abzuwarten.
