
Vor zwei Jahren hat es bei Jeanette Rossow "Klick" gemacht. Angesichts langweiliger naturfarbener Ökomode keimte bei ihr die Idee, dass es doch anders gehen müsste. Ökologische und faire Mode, die attraktiv ist, die man haben muss . So begann sie Geld zu sparen, kaufte sich ihre ersten Stoffrollen Biobaumwolle und legte los. Im Mai 2008 gründete die gebürtige Norwegerin schließlich ihr Label "Treches".
Treches ist bekannt für spezielle Farbgestaltung, Kontraste und Drucke. Das kommt nicht von ungefähr, startete doch die Designerin vor vier Jahren ihre Karriere als Siebdruckerin. Ihre ersten Designs auf T-Shirts schlugen ein und so kamen bald Hosen und Kleider dazu.
Die klaren, oft asymmetrischen Schnitte "with a twist" sind schön aber nicht zu aufwändig. So können die Verkaufspreise in einem bezahlbaren Rahmen gehalten werden. Ein Designer- Hoodie kostet etwa 98 Euro, die beliebten Kleider sind schon ab 129 Euro zu haben. Die Zielgruppe liegt klar bei den jungen Käufern von 18 bis 35. Ökofaire Mode muss nicht Luxus sein, so Jeanette Rossows Devise.
Mittlerweile ist Treches den Kinderschuhen entwachsen. Nach wie vor wird mitten in Berlin produziert - und nach wie vor steht die junge Designerin und Autodidaktin Jeanette selbst hinter jedem Entwurf. Sie hat sich allerdings von den in der Modebranche üblichen zwei Kollektionen pro Jahr verabschiedet. Nun wird aufbauend gearbeitet: Jedes Jahr kommen neue Shapes hinzu. Die Schnitte, die sich bewähren, werden fortgeführt. Die neue Kollektion names "beton" wird für Anfang Oktober erwartet.
Zertifizierte Biobaumwolle aus der Türkei, das Integrieren von Recycling in ihre Kollektionen, heimische Produktion, eine faire Preisgestaltung - kein Wunder, dass "Treches" nach nur eineinhalb Jahren seines Bestehens in über zehn Läden Deutschlands gekauft werden kann. Einen Einblick in die gleichermaßen nachhaltige und modische Kollektion gibt es auch bequem von zu Hause aus: Jeanette Rossow stellt auf ihrer Homepage nicht nur ihre Mode vor, sondern auch DIY-Projekte zum Nachmachen, wie etwa mit Pflanzen natürlich färben, durchdachtes Recycling und mehr.
