
Die Leidenschaft für Wolle und Handwerk begleitet die Berlinerin Carolin Graening schon von Kindesbeinen an. Als Tochter einer strickbegeisterten Mutter, die immer und überall ihre Stricknadeln auspackte, wurde das Interesse bei Tochter Carolin früh geweckt. 2006 schließlich gründet die diplomierte Modedesignerin ihr Label caro e.
Der Fokus lag von Anfang auf Naturmaterialien. In dieser Herbst/Winter Saison spielt die Designerin mit dem konträren Zusammenwirken von Grob- und Feinstrick. Grobe Gilets zu feinen Kleidern zum Beispiel. Kuschelige Schals und Hauben in Strukturmustern. Moderne Kleider aus Mohair. Traditionelle Strickmuster kommen schick daher und zeigen, dass der Respekt vor altem Handwerk zeitgemäß und modern umgesetzt werden kann.
Ab 2009/2010 arbeitet Carolin Graening mit einer Handstrickfirma in Polen zusammen, die alte Techniken noch auf hohem Niveau. Die Kollektion wird je zur Hälfte in Polen und in Deutschland produziert. Auch rund um Berlin klappern die Nadeln für ihre Aufträge. Was der Designerin wichtig ist, ist das Nutzen lokaler Ressourcen. Durch ihr Konzept werden kleine Spinnereien und traditionelle Handwerksbetriebe unterstützt und strukturarme Regionen in Norddeutschland, Berlin und Polen gefördert.
Verwendet werden bei caro e. übrigens nur Naturmaterialien. Hauptbestandteile der Kollektion sind Biobaumwolle, Floralfilet, Mohair, Merino, Bio-Nicki, Dochtgarn und Cashwool. Die Naturfarben der Schafwolle werden gezielt für den klaren, poetischen Look eingesetzt. Dazu gesellen sich Farbtupfer pflanzen- gefärbter Wolle für Details. Bestellen kann man ihre Modelle bequem im eigenen Webshop.Wer kann sich vorstellen angesichts dieser kuschelig weichen und warmen Stücke im Winter noch zu frieren? Es trägt wohl höchstens eine rote Nasenspitze von Väterchen Frost. Aber vielleicht fällt caro e. auch dazu was Schickes ein.
