Berliner Modewoche in Grün
2010-01-29, gillout.com, Sonja Wöhrenschimmel

Fotos: © key.to
Eines gleich vorweg: Bei klirrenden Temperaturen von 10 Grad unter 0 auf vereisten Gehsteigen zu einer grünen Modemesse zu schlittern ist nicht jedermanns Sache. Aber es hat sich gelohnt.
Die hohen Hallen waren voll gefüllt mit Labels verschiedenster Richtungen und Preislagen; wobei Streetwear dominierte. Besonders erwähnt sei das bekannte Wiener Label Göttin des Glücks. Als gelungen erwiesen sich ihre neuen, asiatisch anmutenden Formen. Dazu Ken Panda aus Berlin, der sich auf fantasievollen Druck auf Hoodies, Shirts und Kindermode spezialisiert hat.
Das bekannte Taschenlabel kontiki zeigte perfekt gearbeitete Modelle aus Fahrradschläuchen. Ein Muss für stylebewußte Männer und Frauen, die nicht auf klassische Taschen „stehen“. Auch das Schweizer Label Sakku sei erwähnt. Es präsentierte funktionelle Kuriertaschen mit Solarzellen, die Strom produzieren.
Mittlerweile wird das grüne Modeangebot breiter. Klassisch geschnittene Hemden von toodot für Damen und Herren für das Büro, chice Strickmode für jeden Anlass vom britischen Label Izzy Lane. Slowmo aus Berlin kleidete mit ihrer klaren und eleganten Linie nicht nur die deutsche Grünen-Chefin Renate Künast ein. Wer es bunt mochte, kaufte sich fröhliche Unterwäsche von pants to poverty.
Was der Messe ein wenig fehlte, war ein wenig mehr Glamour. Zu sehr harmonierten die grünen Modekollektionen mit der Umgebung aus alter Fabrikarchitektur, ohne dabei stylische Akzente setzen zu können. Das konnte auch die Kunstaktion „Fashion reloaded“, bei der aus getragener Kleidung Neues geschaffen wurde, nicht ändern. Einzig „Eco Chic“, eine Gemeinschaftssausstellung von so bekannten schwedischen Designerlabels wie Camilla Norrback, nudie oder Dem collective sorgte mit ihren Entwürfen für Glanzpunkte.
Die Messe lud außerhalb der Messestände auch zu gut besuchten Fachvorträgen zu Themen wie „Fasern für die Zukunft“ oder „cradle to cradle“ ein und bot eine gemütliche Lounge, die zum Anziehungspunkt für Besucherinnen aus aller Welt wurde. Diese Mischung aus ökologisch produzierter Mode mit Style und Raum für Dialog macht the key.to unverzichtbar für die Modeszene in Europa.
Sie sollte allerdings nicht als Abbild der gesamten Szene gesehen werden, denn viele der erfolgreichen und hochwertigen Labels stellten lieber bei der zeitgleich stattfindenden Messe PREMIUM aus, inmitten konventionell arbeitender Labels. Ihnen ist der Fokus auf den „Look“ wichtig, erst danach wollen sie über ihre grüne Philosophie wahrgenommen werden. Diese Strategie macht Sinn, wenn man Studien betrachtet, nach der 90% der Konsument/innen ihre Kaufentscheidung vom Aussehen, dem Style eines Kleidungsstückes abhängig machen.
So suchte man die Einkäufer mit großem Budget bei the key.to vergebens. Der grünen Mode haftet ein Image an, das sie nicht verdient. „Alternativ“ sei sie und nicht sexy genug. Was angesichts vieler ausstellender Labels sofort widerlegt werden kann.
Dieses Imageproblem haben alle grünen Modemessen in Europa, und sei es die Ethical Fashion Show in der Modestadt Paris, die wie the key.to auf etwa 3000 Besucher/innen verweisen kann. Im Vergleich zu gezählten 41.000 bei der Premium.
Für all jene, die noch nie bei einer grünen Modemesse gewesen sind, sei gesagt: Die Mischung aus hochwertiger Mode, leckerem Bio-Essen und Raum für zukunftsweisende und inspirierende Gespräche ist unwiderstehlich. Und macht Lust auf mehr!
Die hohen Hallen waren voll gefüllt mit Labels verschiedenster Richtungen und Preislagen; wobei Streetwear dominierte. Besonders erwähnt sei das bekannte Wiener Label Göttin des Glücks. Als gelungen erwiesen sich ihre neuen, asiatisch anmutenden Formen. Dazu Ken Panda aus Berlin, der sich auf fantasievollen Druck auf Hoodies, Shirts und Kindermode spezialisiert hat.
Das bekannte Taschenlabel kontiki zeigte perfekt gearbeitete Modelle aus Fahrradschläuchen. Ein Muss für stylebewußte Männer und Frauen, die nicht auf klassische Taschen „stehen“. Auch das Schweizer Label Sakku sei erwähnt. Es präsentierte funktionelle Kuriertaschen mit Solarzellen, die Strom produzieren.
Mittlerweile wird das grüne Modeangebot breiter. Klassisch geschnittene Hemden von toodot für Damen und Herren für das Büro, chice Strickmode für jeden Anlass vom britischen Label Izzy Lane. Slowmo aus Berlin kleidete mit ihrer klaren und eleganten Linie nicht nur die deutsche Grünen-Chefin Renate Künast ein. Wer es bunt mochte, kaufte sich fröhliche Unterwäsche von pants to poverty.
Was der Messe ein wenig fehlte, war ein wenig mehr Glamour. Zu sehr harmonierten die grünen Modekollektionen mit der Umgebung aus alter Fabrikarchitektur, ohne dabei stylische Akzente setzen zu können. Das konnte auch die Kunstaktion „Fashion reloaded“, bei der aus getragener Kleidung Neues geschaffen wurde, nicht ändern. Einzig „Eco Chic“, eine Gemeinschaftssausstellung von so bekannten schwedischen Designerlabels wie Camilla Norrback, nudie oder Dem collective sorgte mit ihren Entwürfen für Glanzpunkte.
Die Messe lud außerhalb der Messestände auch zu gut besuchten Fachvorträgen zu Themen wie „Fasern für die Zukunft“ oder „cradle to cradle“ ein und bot eine gemütliche Lounge, die zum Anziehungspunkt für Besucherinnen aus aller Welt wurde. Diese Mischung aus ökologisch produzierter Mode mit Style und Raum für Dialog macht the key.to unverzichtbar für die Modeszene in Europa.
Sie sollte allerdings nicht als Abbild der gesamten Szene gesehen werden, denn viele der erfolgreichen und hochwertigen Labels stellten lieber bei der zeitgleich stattfindenden Messe PREMIUM aus, inmitten konventionell arbeitender Labels. Ihnen ist der Fokus auf den „Look“ wichtig, erst danach wollen sie über ihre grüne Philosophie wahrgenommen werden. Diese Strategie macht Sinn, wenn man Studien betrachtet, nach der 90% der Konsument/innen ihre Kaufentscheidung vom Aussehen, dem Style eines Kleidungsstückes abhängig machen.
So suchte man die Einkäufer mit großem Budget bei the key.to vergebens. Der grünen Mode haftet ein Image an, das sie nicht verdient. „Alternativ“ sei sie und nicht sexy genug. Was angesichts vieler ausstellender Labels sofort widerlegt werden kann.
Dieses Imageproblem haben alle grünen Modemessen in Europa, und sei es die Ethical Fashion Show in der Modestadt Paris, die wie the key.to auf etwa 3000 Besucher/innen verweisen kann. Im Vergleich zu gezählten 41.000 bei der Premium.
Für all jene, die noch nie bei einer grünen Modemesse gewesen sind, sei gesagt: Die Mischung aus hochwertiger Mode, leckerem Bio-Essen und Raum für zukunftsweisende und inspirierende Gespräche ist unwiderstehlich. Und macht Lust auf mehr!


