Donnerstag, 11.03.2010
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Günstige Sportschuhe für Bangladesch
 
Adidas engagiert sich auf dem Gebiet der sozialen Nachhaltigkeit
 
Gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus soll das Pilotprojekt bereits 2010 starten. Ziel des Projektes: leistbare Schuhe für arme Menschen
 
2010-01-30, gillout.com, Joachim Kern
adidas_soziales_engagement_bangladesh
 
Fotos: © adidas
 
Hinter den Kulissen laufen die intensiven Vorbereitungen für das soziale Projekt schon seit längerer Zeit. So kam es bereits 2008 zu einem persönlichen Treffen zwischen dem Vorstandsvorsitzenden der Adidas AG, Herbert Hainer, und Professor Yunus. Das Treffen fand in der Zentrale des Konzerns in Deutschland statt. Seitens des Unternehmens ist man begeistert von der Idee der Sozialunternehmen. Laut Muhammad Yunus stellen sie eine notwendige Ergänzung zum herrschenden System des Kapitalismus dar.

Alleiniger Unternehmenszweck eines Sozialunternehmens ist die Lösung von gesellschaftlichen Problemen durch unternehmerisches Handeln. Die Gewinnmaximierung steht dabei nicht im Vordergrund. Dennoch wird wirtschaftlich nachhaltig gearbeitet. Die solcherart erzielten Gewinne werden jedoch nicht als Dividende ausgeschüttet, sondern in das Unternehmen reinvestiert. Die Anteilseigner verdienen daher kurzfristig nicht am jeweiligen Projekt. Im Laufe der Zeit erhalten sie das investierte Kapital jedoch wieder zurück.

Die Volksrepublik Bangladesh liegt im Süden Asiens. Wurminfektionen sind dort ein weit verbreitetes, gesundheitliches Problem. Sportschuhe dienen als zuverlässiger Schutz vor weiteren Infektionen und helfen somit, die Situation der Menschen zu verbessern. Mitarbeiter von Adidas haben das Projekt gemeinsam mit Vertretern des „Grameen Creative Lab”, einer ebenso von Muhammad Yunus ins Leben gerufenen Organisation, auch vor Ort in Bangladesh vorbereitet. 2010 startet das Pilotprojekt zur Entwicklung, Vermarktung und zum Vertrieb von Schuhen in der Volksrepublik mit rund 155 Millionen Einwohner.

Wie eine Sprecherin von Adidas bestätigte, sollen die Sportschuhe zu einem fairen Preis angeboten werden, der auch für die arme Bevölkerung erschwinglich ist. Genaue Zahlen dazu stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Der Konzern sieht das Gemeinschaftsprojekt mit Muhammad Yunus und dem Grameen Creative Lab als Teil seines Bestrebens, als Unternehmen durch soziales und umweltbewusstes Engagement nachhaltig zu agieren.

 
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